Ab dem 1. August 2026 gilt in Nordrhein-Westfalen schrittweise der bundesweite Rechtsanspruch auf einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS) für Kinder im Grundschulalter. Um die Umsetzung dieses wichtigen Bildungs- und Betreuungsangebots langfristig sicherzustellen, hat der Rat der Stadt Radevormwald eine neue Kooperationsvereinbarung beschlossen.
In einer konzeptionellen Qualitätsbewertung konnte eine definierte Übereinstimmung mit den aktuellen Bedürfnissen hergestellt werden, so dass bestehende Vereinbarungen angepasst wurden.
Mit dem Rechtsanspruch erhalten Familien die Gewissheit, dass ihre Kinder auch nach dem Unterricht verlässlich betreut und gefördert werden können. Gerade für berufstätige Eltern ist der Offene Ganztag ein wichtiger Baustein, um Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Gleichzeitig bietet die OGS den Kindern weit mehr als Betreuung: Gemeinsames Lernen, Bewegung, kreative Angebote sowie soziale Förderung schaffen einen verlässlichen Rahmen für den Schulalltag. Das Besondere: Allen Eltern der Erstklässler und Erstklässlerinnen, die 2026 einen Ganztagsplatz in Radevormwald in Anspruch nehmen möchten, wird auch ein Platz zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden wie gewohnt auch die Schüler/Innen der weiteren Grundschuljahrgänge betreut.
Die neue Kooperationsvereinbarung regelt unter anderem die Planung der notwendigen personellen, räumlichen, organisatorischen und finanziellen Ressourcen. Darüber hinaus werden die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Trägern, der Personaleinsatz, die Nutzung der Räumlichkeiten sowie Qualitätsstandards für die pädagogische Arbeit verbindlich festgelegt. Auch die Gestaltung der Lernzeiten, das Anmelde- und Aufnahmeverfahren, Regelungen zur Abmeldung sowie Aspekte des Kinderschutzes sind Bestandteil der Vereinbarung.
Die Finanzierung der Offenen Ganztagsschule erfolgt überwiegend durch Landesmittel und Elternbeiträge.
“Mit der neuen Kooperationsvereinbarung schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen für die Offene Ganztagsschule und stellen die Weichen für die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen OGS-Platz. Mein besonderer Dank gilt insbesondere den OGS-Teams vor Ort, die täglich dazu beitragen, dass die Schulkinder sich auch außerhalb der Lernzeit in ihrem Schulumfeld wohlfühlen. Darüber hinaus den Mitarbeitenden des Amtes für Jugend und Bildung, die diesen Prozess mit großem Engagement begleitet haben. Ebenso danke ich den Schulleitungen und den OGS-Trägern für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Nur gemeinsam können wir den Kindern und Familien in Radevormwald auch künftig ein qualitativ hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot bieten“, betont Bürgermeister Dejan Vujinovic.
Mit dem Beschluss setzt die Stadt Radevormwald gemeinsam mit den Schulen und OGS-Trägern ein wichtiges Zeichen für die Zukunft der Grundschulen und schafft Planungssicherheit für Familien, Schulen und Betreuungsträger gleichermaßen.

(von links: Kai Wichmann, Elisabeth Reis, Melanie Schoppe, Britta Knorz, Johann Junker, Sascha Viehoff, Cordula Schneider, Dejan Vujinovic, Wiebke Lohsträter, Stefan Berghaus, Tanja Heynen, Jennifer Scheel, Thiemo Esch)