Die Stadt Radevormwald plant die Einrichtung einer Stadtwache des Ordnungsamtes in zentraler Lage der Innenstadt. Ziel ist es, die sichtbare Präsenz des Ordnungsamtes im öffentlichen Raum zu erhöhen, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und eine niedrigschwellige Anlaufstelle für ordnungsrechtliche Anliegen zu schaffen.
Mit der Stadtwache wird der Kommunale Ordnungsdienst organisatorisch und räumlich weiterentwickelt. Sie soll künftig als fester Stützpunkt dienen und zugleich Ausgangspunkt für Fuß- und Fahrzeugstreifen im Stadtgebiet sein. Bürgerinnen und Bürger erhalten damit eine direkte Anlaufstelle für Fragen und Hinweise rund um Sicherheit und Ordnung. Bürgermeister Dejan Vujinovic betont die Bedeutung des Projekts:
„Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum sind wesentliche Voraussetzungen für eine hohe Lebensqualität in unserer Stadt. Mit der Einrichtung der Stadtwache wollen wir eine zentrale, gut sichtbare und bürgernahe Anlaufstelle des Ordnungsamtes in der Innenstadt schaffen. Damit stärken wir nicht nur die Präsenz, sondern auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen in Radevormwald.“
Stadtwache als Teil des 100-Tage-Programms
Die Stadtwache ist Bestandteil des 100-Tage-Programms des Bürgermeisters. Sie knüpft an die seit 2017 bestehende Ordnungspartnerschaft zwischen dem Oberbergischen Kreis und der Stadt Radevormwald an und soll den Kommunalen Ordnungsdienst weiter ausbauen. Aktuell sind drei Mitarbeitende im Außendienst tätig, die künftig im Rahmen der Stadtwache eingesetzt werden sollen. Zu den Aufgaben der Stadtwache gehören unter anderem die Ansprechbarkeit für Bürgerinnen und Bürger, das Einschreiten bei Ordnungswidrigkeiten, Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, Jugendschutzkontrollen sowie die Begleitung öffentlicher Veranstaltungen.
Der Leiter des Ordnungsamtes Daniel Rupp unterstreicht den praktischen Nutzen für die Bevölkerung: „Die Stadtwache soll ein sichtbares Zeichen für Ordnung und Präsenz im Stadtzentrum sein. Bürgerinnen und Bürger sollen künftig einen festen Anlaufpunkt haben, an den sie sich mit ihren Anliegen wenden können. Gleichzeitig würde uns der Stützpunkt ermöglichen, schneller und gezielter auf Situationen im öffentlichen Raum zu reagieren.“

Geplant ist ein zentral gelegener, gut erreichbarer und idealerweise barrierefreier Standort in der Innenstadt, möglichst in der Nähe stark frequentierter Bereiche wie dem Marktplatz. Eine offene und transparente Gestaltung soll die Wahrnehmbarkeit und Zugänglichkeit erhöhen. Darüber hinaus beabsichtigt Bürgermeister Dejan Vujinovic, zeitnah Gespräche mit der Kreispolizeibehörde zu führen, um zu prüfen, ob perspektivisch ein gemeinsamer Standort von Stadtwache und Polizei gefunden oder genutzt werden kann. Ziel ist es, Synergien zu schaffen und die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden weiter zu stärken.
„Ein gemeinsamer oder benachbarter Standort von Stadtwache und Polizei könnte die Wege verkürzen, die Abstimmung verbessern und für die Bürgerinnen und Bürger ein noch klareres Zeichen von Sicherheit und Präsenz setzen“, erklärt Bürgermeister Vujinovic. „Ich halte es für sinnvoll, diese Option frühzeitig mit der Kreispolizeibehörde zu erörtern.“
Die Erreichbarkeit der Stadtwache soll durch eine zentrale Rufnummer des Kommunalen Ordnungsdienstes sichergestellt werden, die direkt auf die Diensthandys der Mitarbeitenden weitergeleitet wird. Ergänzend wird auf die Notrufnummer der Polizei hingewiesen.
Nach Inbetriebnahme der Stadtwache ist eine regelmäßige Evaluation vorgesehen. Dabei sollen unter anderem Akzeptanz, Nutzung und Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl überprüft werden. Auf dieser Grundlage kann das Angebot weiterentwickelt und angepasst werden.
„Die Stadtwache ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Bürgernähe und einem respektvollen Miteinander im öffentlichen Raum“, so Bürgermeister Vujinovic abschließend. „Wir wollen, dass sich die Menschen in unserer Stadt sicher fühlen – und dass sie wissen: Die Stadt ist ansprechbar und präsent.“