Die Stadt Radevormwald hat einen wichtigen Schritt zur Stärkung des Brandschutzes unternommen: Mit der erfolgreichen Errichtung eines Löschwasserbehälters in Ümminghausen wurde das erste Projekt aus der städtischen Löschwasserbedarfsplanung umgesetzt.


Den Grundstein hierfür legte der Rat der Stadt Radevormwald bereits am 13. Dezember 2022. Mit seinem Beschluss beauftragte er die Verwaltung, ein Konzept zur zukünftigen Löschwasserversorgung zu erstellen und damit eine langfristige Strategie zur Verbesserung der Löschwasserinfrastruktur zu entwickeln.


Im Nachgang wurde die Kommunal Agentur NRW mit der Erstellung einer umfassenden Löschwasserbedarfsanalyse beauftragt. Für die Erarbeitung wurde eine Projektgruppe gebildet, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Kommunal Agentur NRW, der Feuerwehr, der Bauaufsicht, des Ordnungsamtes der Stadt Radevormwald sowie der Brandschutzdienststelle des Oberbergischen Kreises.


Gemeinsam wurden zahlreiche Grundlagen ausgewertet – darunter Bebauungs- und Flächennutzungspläne, Daten zur Wasserversorgung, Hydrantenpläne sowie der Brandschutzbedarfsplan. Auf dieser Basis entstand zunächst eine Bestandsanalyse, aus der anschließend konkrete Handlungsbedarfe und Prioritäten abgeleitet wurden. In einem Maßnahmenworkshop wurden die Ergebnisse abschließend abgestimmt. Nach der Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss beschloss der Rat der Stadt Radevormwald im Juli 2024 die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen einschließlich einer Prioritätenliste.


Die Ausschreibung für den ersten Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von rund 96 Kubikmetern erfolgte im September 2025. Nach erfolgreicher Vergabe im November 2025 konnte die Maßnahme – auch bedingt durch die Winterwitterung sowie Lieferzeiten – im Frühjahr 2026 umgesetzt werden.


Am 11. Mai 2026 wurde der aus zwei Segmenten bestehende Löschwasserbehälter nach Ümminghausen geliefert. Vor Ort wurden die beiden Behälterteile in die vorbereitete Baugrube eingesetzt, miteinander verschweißt und anschließend verfüllt. Die Befüllung übernahm die Freiwillige Feuerwehr Radevormwald mithilfe eines Tanklöschfahrzeugs im sogenannten Pendelbetrieb.