Die Population an Waschbären ist auch in Radevormwald größer geworden. Die Stadtverwaltung informiert nun über den richtigen Umgang mit den Wildtieren.

Die Kleinbären sehen possierlich aus, sind aber ein Problem für die heimische Tierwelt. Sie ernähren sich von Obst, Insekten, Würmern, Schnecken, Amphibien und Reptilien, außerdem räumen sie Vogelgelege aus und spüren Fledermäuse in ihren Höhlen auf. Auch Teichfische stehen auf dem Speiseplan der Allesfresser.        
„Für Menschen können Waschbären zum Problem werden, wenn die geschickten Kletterer in Speicher oder Schuppen eindringen. Sie nagen am Holz, kratzen Dämmmaterial heraus und zerbeißen Elektroleitungen. Der hinterlassene Kot kann Krankheiten übertragen“, sagt Regina Hildebrandt, Umweltbeauftragte der Stadtverwaltung. Die Mitarbeiterin des Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamtes teilt die folgenden Hinweise zum Umgang mit Waschbären:

Hinweise zum Umgang mit Waschbären

Wer selbst zur Falle greift, begeht Jagdwilderei

Nach Bundesjagdgesetz dürfen Grundstückseigentümer Waschbären zwar vertreiben und fernhalten, aber ohne sie zu gefährden oder zu verletzen. Das Fangen der Waschbären mittels Falle gilt als Jagdausübung und darf nur durch Jäger mit entsprechender Ausnahmegenehmigung der Unteren Jagdbehörde vorgenommen werden.

In dringenden Fällen gibt es Beratung durch die Kreisjägerschaft Oberberg. Auf der Internetseite der KJS gibt es einen Verweis auf die „Waschbär und Marder AG“. Dort wird auch der für Radevormwald zuständigen Ansprechpartner Robin Becker genannt, er ist über 0176 43807194 zu erreichen.