Die Schließung der Kita „Im Springel“ erfolgt nach Abgabe der Trägerschaft der Elterninitiative. Die Stadt Radevormwald stellt die Betreuung aller Kinder sicher.
Der Kindergarten der Elterninitiative „Im Springel“ wird zum Ende des laufenden Kindergartenjahres geschlossen. Dass die Elterninitiative die Trägerschaft zum Ende des Kindergartenjahres abgibt, wurde der Stadt mitgeteilt.
Die Stadt Radevormwald war in den vergangenen Wochen in engem Austausch mit dem Vorstand der Elterninitiative, den pädagogischen Fachkräften sowie dem Elternrat. In gemeinsamen Gesprächen wurden mögliche Perspektiven für den Standort sowie Lösungen für eine verlässliche Kinderbetreuung erörtert. Parallel dazu führte die Verwaltung Gespräche mit potenziellen neuen Trägern und begann mit der Kindergartenbedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2026/2027.
Aktuell werden in der Kindertagesstätte „Springelkinder“ 20 Kinder betreut. Neun dieser Kinder werden die Einrichtung regulär zum Ende des laufenden Kindergartenjahres verlassen. Trotz intensiver Bemühungen war es aufgrund der kurzfristigen Entscheidung der Elterninitiative jedoch nicht möglich, bis zum neuen Kindergartenjahr einen neuen Träger zu gewinnen oder die Trägerschaft städtisch zu übernehmen.
Betreuung ist gesichert
„Die Kindergartenbedarfsplanung zeigt, dass sich der allgemeine Trend sinkender Geburtenzahlen auch in Radevormwald widerspiegelt. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung und der aktuellen Kindergartenbedarfsplanung besteht kein zwingender Bedarf für den Erhalt der Kindertagesstätte ‚Springelkinder‘. Als Stadt stellen wir jedoch sicher, dass jedes der Kinder weiterhin betreut wird. Als Bürgermeister danke ich allen Ehrenamtlichen, Eltern und Erzieherinnen für die geleistete Arbeit“, erklärt Bürgermeister Dejan Vujinovic.
„Auch ohne die Plätze dieser Einrichtung kann die Stadt im gesamten Stadtgebiet weiterhin eine Versorgungsquote von 100 Prozent für unter dreijährige Kinder sowie von über 110 Prozent für Kinder über drei Jahre gewährleisten. Die abschließende und detaillierte Bedarfsplanung wird im Jugendhilfeausschuss am 24. Februar 2026 vorgestellt“, ergänzt Miriam Bönisch, kommissarische Amtsleiterin des Amtes für Jugend, Schulen, Kultur und Sport.
Für alle „Springelkinder“, die auch nach dem 1. August 2026 einen Betreuungsplatz benötigen, werden alternative Plätze unter Berücksichtigung der privaten und pädagogischen Aspekte bei anderen Trägern angeboten. Die betroffenen Eltern sowie die weiteren Träger im Stadtgebiet wurden frühzeitig über die anstehende Veränderung informiert. Das Amt für Jugend, Schulen, Kultur und Sport steht den Familien beratend und vermittelnd zur Seite, um einen möglichst reibungslosen Übergang in andere Betreuungseinrichtungen sicherzustellen.