Radevormwald schafft neuen Wohnraum und gibt den Startschuss für die weitere Entwicklung des Baugebiets

Radevormwald wächst weiter: Mit dem offiziellen Spatenstich am Mittwoch, 9. September 2026, um 12:30 Uhr fällt der Startschuss für die Erschließung des zweiten Bauabschnitts im Wohngebiet Karthausen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Politik wird damit der nächste wichtige Schritt für die Entwicklung eines attraktiven neuen Wohnstandorts im Ortsteil Herbeck eingeleitet.

Bereits der erste Bauabschnitt des Wohngebiets Karthausen war ein großer Erfolg. In den Jahren 2023 bis 2025 konnten dort insgesamt 48 Baugrundstücke veräußert werden. Nun wird die Entwicklung mit dem zweiten Bauabschnitt fortgesetzt. Auf der bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche sollen künftig bis zu 66 weitere Baugrundstücke für private Bauwillige entstehen. Darüber hinaus sind zwei besondere Bauflächen für das Konzept des „Smarten, kleinen Wohnens“ vorgesehen.

„Mit dem zweiten Bauabschnitt von Karthausen schaffen wir nicht nur neue Baugrundstücke, sondern entwickeln einen modernen und zukunftsorientierten Wohnstandort für Radevormwald“, so Bürgermeister Dejan Vujinovic. „Dabei verbinden wir klassische Möglichkeiten für den individuellen Hausbau mit innovativen Wohnkonzepten. Das ist ein wichtiger Schritt, um unterschiedlichen Bedürfnissen beim Wohnen gerecht zu werden und gleichzeitig die Entwicklung unserer Stadt voranzutreiben.“

Erschließung beginnt

Die eigentliche Maßnahme hat bereits am 1. September 2026 begonnen und ist auf eine Bauzeit von rund zwölf Monaten ausgelegt. Derzeit wird der Mutterboden abgetragen und die Baustelleneinrichtung hergestellt.

Bis Mitte Oktober 2026 sollen zunächst die Baustraßen und Lagerflächen sowie die Vorprofilierung der späteren Erschließungsstraßen fertiggestellt werden. Anschließend beginnt der Kanalbau, der voraussichtlich bis Mitte Juli 2027 andauern wird. Die Erschließungsstraßen sollen zwischen Ende Mai und Ende August 2027 hergestellt werden.

Auch unter der Erde entsteht dabei eine umfangreiche Infrastruktur. Geplant sind rund 2.185 Meter Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie etwa 2.080 Meter Hausanschlüsse. Ein rund 102 Meter langer Staukanal mit einem Durchmesser von DN 3200 sorgt künftig für eine entsprechende Rückhaltung des Regenwassers. Für die Versorgungsträger werden zudem rund 1.375 Meter Graben hergestellt. Insgesamt entstehen rund 10.000 Quadratmeter Verkehrsflächen.

Bis zu 66 Baugrundstücke für private Bauwillige

Der zweite Bauabschnitt bietet vielfältige Möglichkeiten für Menschen, die in Radevormwald ein eigenes Zuhause schaffen möchten. Vorgesehen sind Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser mit bis zu zwei Wohnungen je Gebäude.

Je nach Lage können die Gebäude mit Sattel-, Walm- oder Zeltdach errichtet werden. In den mittleren Baubereichen sind zusätzlich Flachdächer möglich. Die Möglichkeit, zwei Vollgeschosse sowie ein zusätzliches Nichtvollgeschoss zu errichten, bietet dabei viel Spielraum für unterschiedliche Wohnvorstellungen.

Auch ökologische Aspekte spielen bei der Entwicklung eine wichtige Rolle. Flachdächer sowie Garagen und Carports müssen begrünt werden. Die Vorgärten sind – abgesehen von notwendigen Zuwegungen und Zufahrten – unversiegelt zu gestalten. So soll ein grünes und attraktives Wohnumfeld entstehen.

Der Verkauf der Grundstücke ist unter anderem mit der vertraglichen Verpflichtung verbunden, das erworbene Grundstück innerhalb von fünf Jahren nach Beurkundung zweckbestimmt zu bebauen.

„Smartes, kleines Wohnen“ als innovativer Bestandteil

Eine Besonderheit des zweiten Bauabschnitts sind zwei zentrale Bauflächen mit einer Gesamtgröße von rund 7.300 Quadratmetern, die für das Projekt „Smartes, kleines Wohnen“ vorgesehen sind. Hier sollen innovative, nachhaltige und sozial ausgerichtete Wohnkonzepte entstehen. Die Stadt Radevormwald ging bei diesen Flächen einen neuen Weg und führte dafür ein öffentliches Bieterverfahren durch. Angesprochen wurden insbesondere Bauträger und Investoren, die zukunftsorientierte Wohnangebote entwickeln möchten.

Weitere Informationen zum Bieterverfahren finden Interessierte auf der Internetseite der Stadt Radevormwald.

Gute Lage und viel Grün

Das Wohngebiet Karthausen liegt im westlichen Eingangsbereich des Radevormwalder Hauptsiedlungsschwerpunktes im Ortsteil Herbeck. Das Stadtzentrum ist rund zwei Kilometer entfernt. Einkaufsmöglichkeiten, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie weitere Angebote der Daseinsvorsorge befinden sich in gut erreichbarer Entfernung.

Auch verkehrlich ist das neue Wohngebiet gut angebunden. Die Landesstraße 81 und die Bundesstraße 229 befinden sich in unmittelbarer Nähe. Die Anschlussstelle der Autobahn A1 ist rund 7,5 Kilometer entfernt. Eine Bushaltestelle an der B 229 sorgt zudem für eine Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr.

Zum städtebaulichen Konzept gehören außerdem verschiedene Freiräume. Geplant sind Quartiersplätze, die als verbindende Elemente in die Wohnbebauung integriert werden. Grünflächen mit vielfältigen Spielangeboten zwischen dem ersten und zweiten Bauabschnitt ergänzen das Wohnumfeld und schaffen Raum für Begegnung und Freizeit.

Interesse an einem Baugrundstück?

Die Vermarktung der bis zu 66 Baugrundstücke für private Bauwillige wird im ersten Halbjahr 2027 starten. Wer bereits Interesse an einem Grundstück im zweiten Bauabschnitt hat, kann sich schon jetzt unverbindlich auf die Interessentenliste der Stadt Radevormwald aufnehmen lassen.

Damit entsteht in Karthausen nicht nur ein neues Stück Radevormwald – es werden auch neue Möglichkeiten für Menschen geschaffen, die ihren persönlichen Wohntraum in der Stadt verwirklichen möchten.

Weitere Informationen zum Wohngebiet Karthausen und „Smartes, kleines Wohnen“ sowie zur Interessentenliste finden Sie auf der Internetseite der Stadt Radevormwald.

(von links: Tobias Mohr, Thomas Lütticke, Ulrich Dippel, Oliver Mesch, Simon Woywod, Dejan Vujinovic, Ilias Geogiadis, Sebastian Krone).