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26.03.2020: Coronavirus - Erster Todesfall im Kreisgebiet

Derzeit gibt es 141 bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Oberbergischen Kreis. Das Robert-Koch
Institut hat die Beprobungs-Richtlinie auf einen größeren Personenkreis geändert.
„Heute habe ich die traurige Aufgabe Ihnen mitzuteilen, dass es im Oberbergischen Kreis einen ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt. Den Angehörigen spreche ich mein tiefes Mitgefühl aus“, berichtet Landrat Jochen Hagt nach der Sitzung des oberbergischen Krisenstabs. Die Person hatte nach ersten Erkenntnissen Kontakt zu Reiserückkehrern aus einem Risikogebiet. Sie gehörte wegen ihres hohen Alters sowie schwerer Vorerkrankungen zur Risikogruppe und ist in stationärer Behandlung verstorben.
Insgesamt gibt es im Oberbergischen 141 bestätigte SARS-CoV-2-Fälle.

Kurzüberblick

• Fälle insgesamt: 141 Personen

• Neue Fälle: 17 Person

• Angeordnete Quarantäne: 260 Personen
Darunter die bestätigten Fälle sowie Personen, bei denen eine Infektion zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher ausgeschlossen werden kann.

• Vorsorgliche häusliche Isolation: 205 Personen

Das Gesundheitsamt beobachtet diese Personen, weil sie unmittelbaren Kontakt zu bestätigten Fällen hatten, Kontakt zu deren unmittelbaren Kontaktpersonen hatten oder z.B. in einem Risikogebiet waren. Das Gesundheitsamt steht im telefonischen Austausch mit den Personen und informiert sie nach individueller Risikoabwägung über die notwendigen Schritte.

Weitere Testmöglichkeiten

Anfang März 2020 schuf Kreis in leerstehenden Räumen in Gummersbach die Möglichkeit, größere Personenzahlen auf das Coronavirus zu testen. Seitdem wurden mehr als 1.200 Abstriche durchgeführt und zur Probenauswertung in Labore gesandt.

„Die Tests werden entsprechend der Vorgaben des Robert-Koch Instituts durchgeführt. Bisher wurden Personen in der Regel vom Gesundheitsamt beprobt, die direkten Kontakt zu einem bestätigen SARS-CoV-2-Fall hatten oder aus einem Risikogebiet kamen“, berichtet Landrat Jochen Hagt. Das Robert-Koch Institut hat seine Richtlinien nun auf einen größeren Personenkreis ausgeweitet (siehe Flussschema des RKI).

„Wir gehen davon aus, dass die Zahl der begründeten Tests hierdurch in den kommenden Tagen steigen wird“, ist sich Landrat Jochen Hagt sicher. Der Krisenstab des Oberbergischen Kreises arbeitet daran, zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten im ambulanten Bereich zu schaffen. „Zum jetzigen Zeitpunkt bitte ich die Bürgerinnen und Bürger bei Symptomen weiterhin telefonisch Kontakt zu ihrer Hausarztpraxis aufzunehmen“, erklärt Landrat Jochen Hagt und betont, wie wichtig die telefonische Kontaktaufnahme ist. „Nach wie vor entscheiden eine Ärztin oder ein Arzt, ob ein Test erforderlich ist!“, so der Landrat.

Das Bürgertelefon des Oberbergischen Kreises ist unter 02261 883-888 montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr sowie Samstag und sonntags von 12:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen: www.obk.de/coronavirus

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