Grundstücksentwässerung

Grundstücke, die nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden, müssen über eine Grundstücksentwässerungsanlage entwässert werden. Diese muss vom Grundstückseigentümer erstellt und betrieben werden. Gängige Kleinkläranlagen sind derzeit z. B. Anlagen mit Abwasserbelüftung und anschließender Nachklärung wie Belebungsbecken, Tropfkörper und Tauchkörper und gleichwertige Alternativverfahren wie Filterkörper, Abwasserteiche und Pflanzenkläranlagen.

Für den Bau und den Betrieb von Kleinkläranlagen muss eine wasserrechtliche Erlaubnis beim Oberbergischen Kreis/Untere Wasserbehörde über die Stadt Radevormwald beantragt werden.

Bei Grundstücken mit Anschluss an die öffentliche Kanalisation ist folgendes zu beachten: Jedes Grundstück ist unterirdisch mit einer eigenen Anschlussleitung und ohne technischen Zusammenhang mit den Nachbargrundstücken an die öffentliche Abwasseranlage anzuschließen. In Gebieten mit Mischsystem ist für jedes Grundstück eine Anschlussleitung, in Gebieten mit Trennsystem je eine Anschlussleitung für Schmutz- und für Niederschlagswasser herzustellen. Die Herstellung der Anschlussleitung führt der Grundstückseigentümer auf seine Kosten durch einen von der Stadt zugelassenen Fachunternehmer durch.
Des Weiteren hat der Grundstückseigentümer geeignete Inspektionsöffnungen und notwendige Rückstausicherungen einzubauen, die jederzeit zugänglich sein müssen. Die Anzahl, Führung, lichte Weite und technische Ausführung der Anschlussleitungen bis zu den Inspektionsöffnungen sowie die Lage und Ausführung der Inspektionsöffnungen bestimmt die Stadt.

Besteht für die Ableitung des Abwassers kein natürliches Gefälle zur öffentlichen Abwasseranlage, so ist von dem Grundstückseigentümer zur ordnungsgemäßen Entwässerung des Grundstücks eine Hebeanlage einzubauen und zu betreiben. Führt die Stadt aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen die Entwässerung mittels eines Druckentwässerungsnetzes durch, hat der Grundstückseigentümer auf seine Kosten eine für die Entwässerung ausreichend bemessene Druckpumpe sowie die dazugehörige Druckleitung bis zur Grundstücksgrenze herzustellen, zu betreiben, zu unterhalten, instandzusetzen und gegebenenfalls zu ändern und zu erneuern. Die Entscheidung über Art, Ausführung, Bemessung und Lage der Druckanlage trifft die Stadt.
 

Muss ich Fristen beachten?

Die Herstellung oder Änderung des Anschlusses bedarf der vorherigen Zustimmung der Stadt. Diese ist rechtzeitig, spätestens jedoch vier Wochen vor der Durchführung der Anschlussarbeiten zu beantragen.

Rechtliche Grundlagen

Die entsprechenden Rechtsgrundlagen finden Sie auf unserer Seite: Ortsrecht / Satzungen unter Bauen, Stadtplanung, Umwelt und Friedhofswesen


Zu den Rechtsgrundlagen

Welche Dienststelle ist zuständig?

Ansprechpartner:

Standorte, an denen diese Dienstleistung angeboten wird

Rathaus
Hohenfuhrstr. 13
42477 Radevormwald